Die Geschichte eines Pastors
- Thu, Oct 13, 2011
- Course Specific Materials
"Ich war elf Jahre alt, als ich die erste pornographische Zeitschrift las. Das Bild einer Frau, die mich einladend anlächelte, hat sich seitdem in mein Gehirn gebrannt. Hormone tanzten in meinem Körper, und die "Chemie in meinem Gehirn" waren elektrisierend. Es war als hätte mir jemand Heroin in die Venen injiziert. Das "Hoch" verschwand allmählich, woraufhin ich nach mehr verlangte. Ich begann ein Hoch nach dem anderen mittels Pornographie zu jagen - ein Verlangen, das die nächsten 25 Jahre andauern sollte.
Ich war ein einsamer Junge, als es anfing. Pornographie führte mich durch eine Reise, welche Masturbation, Prostitution und Affären beinhaltete. Zu der Zeit, als dies alles aufhörte, war ich ein Mann. Andererseits war ich ein erfolgreicher Prediger und Seelsorger, ein gewählter Amtsinhaber meiner Stadt und ein Lehrer der örtlichen Hochschule. Ich arbeitete mich selbst zu Tode in dem Gedanken, dass ich die Sünde in meinem Leben durch gute Taten ausgleichen könnte.
Ich vernachlässigte meine Familie, indem ich stundenlang nur über mich nachdachte und Sex nachjagte. Ich habe viele Menschen verletzt. Ich habe Geld ausgegeben, das meine Familie in Wirklichkeit gar nicht besaß. Ich habe mich dem Risiko ausgesetzt sexuell übertragbare Krankheiten zu bekommen oder gar eingesperrt zu werden, da ich zu Prostituierten ging. Der Stress dieses Doppellebens, das ich führte, wirkte sich negativ auf meinen Gesundheitszustand aus. Ich litt unter Migräne und chronischem Durchfall. Als Diabetiker war plötzlich mein Blutzuckerspiegel nicht mehr kontrollierbar, und emotional war ich ein Wrack. Wut und Angst waren meine ständigen Begleiter.
Auch als Mann war ich nach wie vor der einsame Junge, der sich nach Liebe und Zuneigung sehnte. Sex war in meiner Vorstellung das selbe wie Liebe. Ich dachte, dass Ehe die Antwort sei. In meiner Verirrung dachte ich, dass ein ständig verfügbarer Sexpartner die Lösung auf alles sein würde. Als das nicht die gewünschte Lösung brachte, gab ich meiner Frau die Schuld und suchte weiterhin nach dem Ausweg in Sex. Das nächste Bild, Video oder Abenteuer einer Affäre brachte mir nur vorübergehend Befriedigung von meinem Schmerz. Ich war also in einem ständigen Zyklus aus Phantasie, Sexleben und Verzweiflung gefangen.
Obwohl ich ein Diener des Herrn war, habe ich Gott nicht wirklich die Kontrolle über mein Leben übergeben. Eines Tages konfrontierte mich ein Freund, der sich allmählich von seiner Alkoholsucht erholte, und sagte, dass mein Leben so außer Kontrolle sei, wie seines einmal gewesen war. Er sagte, dass ich einer Selbsttäuschung unterlag, wenn ich glaubte eines Tages davon lassen zu können. Ich sagte ihm, dass es nicht so schlimm sei. Er sagte daraufhin, dass ich nun versuchte mich selbst und ihn zu täuschen. Ich dachte, dass mich meine Frau, Familie und Freunde verlassen würden, sobald sie davon hörten. Ich hatte Angst, war verwirrt und zu stolz. Als ich, jedoch, den Frieden in seinen Augen sah und den Eindruck hatte, dass er mir die Wahrheit erzählte, bat ich ihn um Hilfe. Dieser Moment begann vor zwölf Jahren einen Heilungsprozess, der mich zu dauerhafter Freiheit von sexueller Lust führte, meine Ehe und meine Gesundheit wiederherstellte und mir auch beruflich neue Türen öffnete.
Wenn du das hier liest, bist du vielleicht ins Internet gegangen, um eine Lösung für deine Probleme in Chatrooms oder auf pornographischen Webseiten zu finden. Ich arbeite mit Männern und Frauen, die den ganzen Tag am Computer verbringen. Genau wie ich suchen sie nach Liebe, Zuneigung, Beziehungen, Spass und Erfüllung in Sex. Einer meiner Freunde hat im Internet $85.000 ausgegeben, bevor er Hilfe suchte. Eine Frau, die ich kenne, hatte drei Affären mit Männern, die sie in einem Chatroom kennengelernt hatte. Keines dieser Abenteuer hat irgendein Problem gelöst.
Bist du frustriert? Kennst du die vorübergehende Befriedigung durch Sex? Fühlst du dich zwanghaft zu dem nächsten Kick hingezogen? Vielleicht erachtest du dich als nicht so schlimm. Vielleicht erachtest du das Surfen nach Pornographie im Internet als eine harmlose Art und Weise Stress abzubauen. Ich möchte dich einladen zu fragen, wie einsam und frustriert du wirklich bist."
Du kannst anderen Pastoren helfen Freiheit zu finden - unterstütze "Setting Captives Free". Es gibt unzählige Pastoren, die diesen Kurs gerade machen - und genau so viele brauchen es auch.
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